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15.05.2006

Exkursionsbericht vom 15.5.2006 in die Oststeiermark mit der 3 BHLT

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen die Schülerinnen und Schüler der 3 BHLT um 8.00 Uhr den Semmering.

Die Strecke führt Richtung Graz, weiter nach Ilz und schließlich zur ersten "Anlaufstelle", der Schokoladenfabrik Zotter in Riegersburg, Bergl 56.

Die Verkostung startet um 10.15 Uhr. Dafür stellen sich die jungen Damen und Herren wie bei "Running sushi" nebeneinander auf - vor sich ein kleiner Kostteller mit Gabel und Mixquirl (notwendig für die div. Trinkschokosorten, die ja auch im Anschluss verkostet werden dürfen) - einer neben dem anderen, den Blick direkt in den Produktionsraum gerichtet.

Vor dem Delektieren gibt es noch einen kurzen Vortrag einer netten Dame über Kakaopflanzenwachstum (ganzjährige Ernte), Kakaobohne (Größe, Fermentation), Kakaobutter (gewonnen durch Auspressen der Kakaoschnitzel, Verwendung in der Kosmetikindustrie) - untermalt mit einigen

interessanten Bildern von der Ernte. Die verwendeten Kakaobohnen stammen ausschließlich von Plantagen, wo es keine Kinderarbeit gibt und werden über "fair trade" gehandelt.



Dann werden endlich die Rollbalken vor den neugierig wartendend Gesichtern hochgezogen und mehr als 50 verschiedene Schokoladen und einige Balleros (Früchte mit Schokoüberzug) ziehen vorbei. Zum Neutralisieren des süßen Geschmacks stehen Wassergläser zur freien Entnahme bereit.

Im Anschluss wird noch kräftig Proviant eingekauft.

Die nächste Station ist das Weingut Hutter. Ein Weinbaubetrieb mitten im Vulkanland mit herrlichem Rundumblick. Hier gibt es mittags eine Jause, die vorzüglich mundet. Im Anschluss - nach guter Unterlage - verkosten die Schülerinnen und Schüler mit Herrn Hutter drei verschiedene Tropfen, einer edler als der andere.

Neugierig durch die Verkostung, führt der Hausherr seinen Weinkeller vor- neu gestaltet mit Stahltanks, die nur so blitzen.

Nachdem einige ein paar Flaschen gekauft haben, geht es zu unserer letzten Station am heutigen Tag: die "Essigmanufaktur und Schnapsbrennerei Gölles". Frau Gölles persönlich führt erst durch das riesige Essiglager, anschließend gibt es die Verkostung einiger elitärer Essigsorten, wobei einige Schüler bei manchem sauren Tropfen gehörig das Gesicht verzogen...ausser beim alten Apfelbalsamessig: 22 Jahre, dickflüssig und extrem süß. Dieser Essig ist so edel, dass 0,5 l € 60,-- kosten!

Zum Geschmackneutralisieren bittet Frau Gölles in die Schnapsbrennerei. Sie erklärt den Ablauf des Destillierens und danach geht es direkt in den Verkostungsraum. Es sind bereits Schnapsgläser vorbereitet für einen Schluck "Williams-Birne" und einen Schluck Kirschlikör. Vor allem das Liköraroma begeistert. Es ist reines Fruchtaroma - hervorragend (im wahrsten Sinne des Wortes).

Nach reger Einkaufstätigkeit geht es wieder zurück Richtung Semmering. Man merkt bei der Heimfahrt im Bus bereits die Anstrengungen des heutigen Tages: es schleicht sich eine seltsame Ruhe ein durch das monotone Dahinfahren auf der Schnellstraße. Gegen 17.30 Uhr erfolgt die Rückkunft am Semmering - völlig geschlaucht aber trotzdem glücklich ob des herrlichen Wetters in der Heimat.
 

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