„Alte Häuser, neue Menschen“
Tourismusschulen Semmering begeistern bei Ideen-Marathon „Empower your Region“ mit sozialem Projekt gegen Leerstand – Platz 2 mit Zukunftspotenzial
Beim großen Südwind-Policy Hackathon in Wr. Neustadt zeigten rund 300 engagierte Jugendliche aus 17 Schulen der Sekundarstufe II, wie sie mit Kreativität, Mut und Innovationsgeist ihre Region nachhaltiger und lebenswerter gestalten wollen. Unter dem Motto „17 Ziele – 17 Initiativen – Gemeinsam Zukunft gestalten“ entwickelten Schüler:innen Ideen in Zusammenhang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen – von Klimaschutz über Gleichstellung bis zu regionaler Verantwortung.
Das Projekt der 3AHL der Tourismusschulen Semmering setzt genau dort an, wo Zukunft beginnt: am eigenen Lebensraum. Die Schüler:innen möchten anregen, Leerstände am Semmering mit neuem Leben füllen, indem sie Wohnmöglichkeiten für Wohnungssuchende schaffen und gleichzeitig die Region sozial und wirtschaftlich beleben – ein mutiger, kreativer und zutiefst sozialer Ansatz.
Die jungen Menschen transportieren ein Konzept, demnach Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Chancen auf Wohnen, Arbeit und Teilhabe erhalten. Schulen, Gemeinde und Tourismusbetriebe arbeiten eng zusammen, um Bildung, Integration und nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. So entsteht ein lebendiges Modell, das soziale Verantwortung, ökologische Innovation und regionale Entwicklung miteinander verbindet.
Das Projekt trägt zu mehreren Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei, darunter Armutsbekämpfung, Bildung und menschenwürdige Arbeit. Es fördert Integration, Chancengleichheit und den bewussten Umgang mit Ressourcen. So wird der Semmering zu einem Modell dafür, wie lokale Initiativen globale Nachhaltigkeitsziele praktisch umsetzen können.
Neben der Jurywertung erhielt das Team der Tourismusschulen auch beim Publikumsvoting durch alle Jugendlichen überwältigende Unterstützung – ein klares Zeichen, dass ihre Idee begeistert und bewegt.
Lob erhielt die Klasse von der hochkarätigen Jury und der engagierten Südwind-Workshopleiterin Jana Teynor auch für das von Schüler Marcell Tárnoki produzierte Kurzvideo zum Thema. Die Jury setzte sich aus Holger Heinfellner (Umweltbundesamt, Mobilität), Alexandra Kurt-Brabec (KEM Wiener Neustadt), Gerald Stradner (Dorf- und Stadterneuerung, Industrieviertel), Markus Wane (UN-Jugenddelegierter) und Anna-Marie Christely (EU-Jugenddelegierte) zusammen.
„Mit diesem Projekt senden die Tourismusschulen Semmering ein starkes Signal in die Region: Leerstand ist kein Stillstand – sondern eine Chance für neues Leben und Zusammenhalt am Semmering“, zeigt sich Heidi Prüger, welche die Klasse im Rahmen des Kulturinterrichts bei ihrem Projekt begleitet hat, begeistert. „Wir blicken mit Zuversicht auf die nächsten Schritte in Zusammenarbeit mit Baukulturprojekten und hoffen, dass aus dieser Idee reale Veränderung entsteht.“
Konkrete Schritte geht die kulturaffine Semmeringjugend in jedem Fall in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Harddecor Architektur und dem Team der Weltkulturerbe-Region.
Die jugendlichen „Semmeringer:innen“ begrüßen ihren „Stockerlplatz“ als Zeichen der Zeit: „Der Semmering lebt. Dank junger Ideen, die etwas bewegen! Leerstand ist kein Stillstand – sondern Chance für Zusammenhalt und Zukunft!“



