Mit Herz für Tiere – Päckchen packen für die Wildtierpflegestelle Gloggnitz

Am 18. Dezember durfte die Klasse 3BHL die engagierte Tierpflegerin Anita Kinast von der Wildtierstation Gloggnitz begrüßen. Die Wildtierstation, die zur Organisation Tierschutz Austria gehört, ist ein zentraler Anlaufpunkt für hilfsbedürftige Wildtiere in Niederösterreich. Heuer wurden hier um die 500 verletzte oder verwaiste Tiere betreut, mit dem Ziel, sie wieder in die freie Natur zu entlassen.

Nach einer gelungenen Customer Journey Präsentation des Museums Niederösterreich überreichten die Schülerinnen und Schüler hübsch verpackte Geschenke mit Futter und Materialien für die Tiere – ein Herzensprojekt, das direkt praktische Hilfe leistet.

Im Rahmen ihres Besuchs beantwortete Anita Fragen rund um das Leben und die Pflege von Wildtieren. Auch die Ethikschüler:innen der 1. Jahrgänge beteiligten sich aktiv an der Diskussion über die schützenswerte Schöpfung, in der jedes Lebewesen – von der winzigen Spitzmaus bis zur majestätischen Waldeule – seinen Platz hat.

Einige Fragen und Erkenntnisse aus dem Austausch:

  • Wie kommen Igel auf die Welt? – Kleine Igel werden blind und stachellos geboren und brauchen intensive Pflege in den ersten Wochen.
  • Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf Winterruhe und -schlaf? – Veränderungen der Temperaturen können den Rhythmus und das Überleben von Winterruhern wie Igeln und Siebenschläfern beeinflussen. Anita betreut derzeit um die 60 Igel.
  • Wie rettet man junge Feuersalamander aus dem Leib einer toten Mutter? – Mit viel Sorgfalt und dank jahrelanger Erfahrung kann Anita auch solche Notfälle behandeln.
  • Wie versorgt man ein Vogeljunges? – Jungvögel, die zu früh aus dem Nest fallen, brauchen eine altersgerechte Aufzucht, die richtige Nahrung und stündliche Fütterung. Anita bleibt für sie wach.
  • Warum ist Leben schützenswert? – Mit Empathie und Verantwortung gegenüber allen Lebewesen wurde diese Grundfrage unserer ethischen Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt behandelt.

Anita Kinasts Geschichten und Erfahrungen – wie beispielsweise das liebevolle Aufpäppeln eines untergewichtigen Zieselbabys – zeigten eindrucksvoll, wie viel Engagement und Wissen notwendig sind, um Wildtieren in Not zu helfen.

Ein herzlicher Dank gilt Anita für ihren informativen, authentischen Vortrag, Heidi Prüger (Ethik, KuK) für Vermittlung und Koordination und den Schüler:innen für ihren Einsatz und ihr Interesse für den Natur- und Tierschutz!