Wenn Worte Berge bewegen – Richard Weihs in der Bibliothek am Semmering
Die Lesung von Richard Weihs in der Öffentlichen Bibliothek der Tourismusschulen Semmering hat alle Erwartungen übertroffen – inhaltlich, atmosphärisch, menschlich.
Rund 50 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um zuzuhören, mitzudenken und mitzuleben. Die Bibliothek füllte sich bis aufs letzte Plätzchen, und so bildete sich ein fast menschlicher Schutzkreis um den Autor – als Ausdruck von Aufmerksamkeit, Mitspüren und Resonanz.
Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur, Bildung und öffentlichem Leben. Besonders erfreute die spontane Anwesenheit von Maria Happel und Dirk Nocker, die uns mit ihrer herzlichen Präsenz beehrten. Auch Steine der Erinnerung wurden überreicht – ein symbolischer Moment der Verbundenheit und Verantwortung.
Richard Weihs las aus seinem neuen Werk „Zertrümmerte Erinnerung am Semmering – Band 2“ und machte sichtbar, was drauf und dran war, in Vergessenheit zu geraten: die Geschichten und Stimmen einer Region, die zwischen Schönheit und Schatten viel zu erzählen hat.
Die Begrüßungsrede von Bibliotheksleiterin Heidi Prüger eröffnete den Abend mit herzlichen Worten an alle Gäste von nah und fern: „Sie sind heute das Rufzeichen nach den ‚wilden Worten‘, auf die wir auch in Zukunft hier hoffen dürfen. Denn: Wilde Worte braucht der Berg. Wer braucht schon zahme Berge?“
Diese Lesung zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial die Bibliothek am Semmering birgt – nicht nur als Ort der Literatur, sondern als Raum für Begegnung, öffentlichen Diskurs und demokratisches Bewusstsein. Gerade auch für junge Menschen entsteht hier ein Platz, an dem sie spüren können, dass Diskussion, Nachdenken und Ernstgenommenwerden keine leeren Floskeln sind, sondern gelebte Kultur.




