Geschichte, Dunkelheit und neue Perspektiven – die Ethik-Exkursion des 2. Jahrgangs

Ein abwechslungsreicher und eindrucksvoller Tag erwartete die Ethikgruppe der 2. Klassen bei einer Exkursion durch Wien. Zunächst begaben sich die Schüler:innen auf Spurensuche im jüdischen Viertel. Besonders bewegend waren die „Steine der Erinnerung“, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar machen.

Der nächste Programmpunkt führte zur Ausstellung „Dialog im Dunkeln“. Dort tauchten die Schüler buchstäblich in eine völlig neue Welt ein. In absoluter Dunkelheit erlebten sie verschiedene Alltagssituationen aus der Perspektive blinder und sehbehinderter Menschen. Ob im Straßenverkehr, beim Einkaufen, in der Natur, auf einer Bootsfahrt oder in einer Bar – Hören, Tasten und Vertrauen waren nun wichtiger als das Sehen.

Ein besonderes Highlight war die anschließende Gesprächsrunde mit einem blinden und einem sehbehinderten Menschen. Offen, ehrlich und mit viel Humor beantworteten sie die unterschiedlichsten Fragen – etwa: „Was träumt ein blinder Mensch?“ Auch manche überraschende Information blieb den Schüler in Erinnerung: So kostet ein Blindenführhund rund 35.000 Euro.

Es war ein spannender und außergewöhnlicher Tag, der vor allem eines brachte: neue Perspektiven, wertvolle Einblicke und viele Denkanstöße.