Kultur erleben. Verantwortung übernehmen. Zukunft gestalten.

Im Rahmen der Kultur- und Nachhaltigkeitstage in Wien setzte sich die 3AHL intensiv mit Kunst, Kultur und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.

Ein zentraler Programmpunkt war dabei der Besuch der Albertina, wo die Schüler:innen in unmittelbarer Begegnung mit Originalwerken einen kunsthistorischen Bogen von Monet bis Picasso spannten. Ausgehend von Picassos radikalem Perspektivenwechsel im Kubismus entwickelten sie eigene gestalterische Konzepte und experimentierten mit multiplen Blickwinkeln sowie fragmentierten Raumstrukturen. Die analytische und zugleich kreative Auseinandersetzung eröffnete neue Denk- und Deutungsräume – weit über eine rein rezeptive Betrachtung hinaus. Eine weitere Facette künstlerischen Erlebens eröffnete „Das Phantom der Oper“. Die anschließende Backstage-Führung durch Paul Kribbe höchstpersönlich, der Abend für Abend als Monsieur André das Publikum begeistert, gewährte differenzierte Einblicke in Dramaturgie, Bühnenmechanik und Produktionsabläufe. Kunst wurde hier als interdisziplinäres Zusammenspiel von Kreativität, Technik, Organisation und Management erfahrbar – ein Aspekt von besonderer Relevanz im tourismuswirtschaftlichen Kontext.

Ein weiterer Höhepunkt war die „Konsumation“ eines im Wintersemester erhaltenen Nachhaltigkeitspreises in der UNO City. Bereits der Auftakt stand im Zeichen gelebter Gastfreundschaft: Im Schani Hotel UNO City wurde die Gruppe aufs Herzlichste empfangen und mit einem vielfältigen Brunch bei frischgepresstem Karottensaft willkommen geheißen. Im Vienna International Centre arbeitete die 3AHL intensiv an den „Sustainable Development Goals“. Die Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungszielen machte deutlich, dass nachhaltiges Handeln konkrete Verantwortung im eigenen Wirkungsbereich bedeutet – insbesondere im Tourismus, der wirtschaftliche, ökologische und soziale Dimensionen gleichermaßen verbindet. Die Auszeichnung würdigt daher nicht nur ein Projekt, sondern eine gelebte Haltung.

Auch physisch wurde der Horizont erweitert: Die 3AHL erkundete Wien bis zum Donauturm, dem höchsten Bauwerk Österreichs. Der 360°-Blick über die Stadt eröffnete neue Perspektiven auf urbane Struktur, Geschichte und Gegenwart. Für einen bewusst gesetzten Irritationsmoment sorgte die transparente Außenspirale des Objektkünstlers Carsten Höller. Wahrnehmung, Gleichgewicht und Mut wurden gleichermaßen herausgefordert – Kunst wurde hier nicht nur betrachtet, sondern körperlich-räumlich erfahrbar.

Die Kultur- und Nachhaltigkeitstage der 3AHL zeigen eindrucksvoll, wie kulturelle Bildung, internationale Verantwortung und reflektiertes Erleben ineinandergreifen – als tragfähige Grundlage für zukunftsorientiertes Handeln.