Kunst, Klang und Komödie – ein kulturreicher Tag in Baden und Kottingbrunn

Im Rahmen der Unterrichtsgegenstände Kunst und Kultur sowie Kultur- und Tourismusland Österreich begaben sich die Klassen 3CHL und 2HF gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Barbara Gissing-Schwegler und Heidi Prüger auf eine vielschichtige kulturelle Entdeckungsreise, die Musik, bildende Kunst und darstellendes Spiel verband.

Den Auftakt bildete der Besuch des Beethovenhauses in Baden, jenem Ort, an dem Beethoven mehrere Sommer verbrachte und wesentliche Werke schuf. Die authentische Atmosphäre des Hauses ermöglichte den Schüler:innen einen unmittelbaren Zugang zu Beethovens Lebensumständen: Krankheit, gesellschaftlicher Druck und kreative Radikalität wurden anschaulich vermittelt. Besonders eindrücklich war dabei die Auseinandersetzung mit Beethovens Rolle als musikalischer Revolutionär in einem streng reglementierten politischen System – einem „Polizeistaat“, der künstlerische Freiheit nur begrenzt zuließ. Ein im Beethovenhaus ausgestelltes Werk von Arnulf Rainer schlug dabei eine unerwartete, aber wirkungsvolle Brücke zur nächsten Station der Exkursion.

Das Arnulf Rainer Museum Baden, aktuell auch vor dem Hintergrund des Todes des Künstlers von besonderer Relevanz, eröffnete den Jugendlichen einen intensiven Zugang zur österreichischen Nachkriegskunst. Neben zentralen Werken Rainers bot die Ausstellung auch Einblicke in seine umfangreiche Sammlung sowie in Arbeiten von Künstler:innen aus seinem persönlichen Umfeld.

Besondere Aufmerksamkeit galt zudem den Werken aus Gugging und damit den Kunstförderprojekten von Leo Navratil, der durch seine Arbeit die internationale Anerkennung der sogenannten Art Brut entscheidend mitprägte.
Ein Highlight stellte die eigene künstlerische Tätigkeit der Schülerinnen und Schüler dar: Inspiriert von Arnulf Rainers Übermalungen durften sie selbst kreativ werden – eine Erfahrung, die weit über den klassischen Schulalltag hinausging und Kunst als persönlichen Ausdruck erlebbar machte.

Den Abschluss bildete ein Abstecher nach Kottingbrunn, wo die Jugendlichen bei der Vorstellung von „Dinner for One“ herzhaft lachen konnten. Für besondere Begeisterung sorgte dabei die Mitwirkung der Großmutter eines Schülers – ein schönes Beispiel für gelebte Nähe zwischen Schule, Familie und regionalem Kulturleben. Eine fundierte Einführung in die Geschichte und Kulturszene Kottingbrunns rundete das Programm ab und zeigte, wie vielfältig kulturelles Erleben auch abseits großer Metropolen sein kann.

Musik, bildende Kunst und darstellendes Spiel wurden an diesem Exkursionstag inhaltlich wie erlebnisorientiert miteinander verknüpft. Die durchwegs sehr positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern zur Organisation und Umsetzung bestätigen den nachhaltigen Wert dieser Exkursion – und freuen die beiden Organisatorinnen besonders.